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Wie werden Glasperlen gemacht?

Perlenherstellung Meine Perlen stelle ich in meinem heimischen Studio nur aus hochwertigem Glas her, überwiegend aus Muranoglas der venezianischen Firmen Moretti und Vetrofond, teilweise auch aus Lauschaer Glas, Reichenbach-Glas und anderen Gläsern.

Die von mir hergestellten Glasperlen sind sogenannte Wickelperlen, im Prinzip eine jahrtausendealte Technik. Heute werden solche Perlen so gemacht: Man nimmt einen Edelstahlstab, etwa 25 cm lang und je nach gewünschtem Lochdurchmesser 1 mm dick oder stärker und präpariert ihn an einem Ende mit einem Trennmittel. Das ist nötig, damit später die Perle von dem Stab - dem sogenannten Perlendorn - auch wieder abgeht. Verschiedene fertig präparierte Perlendorne sind ganz unten rechts in der Bildecke zu sehen.

Dann nimmt man Glasstäbe in verschiedenen Farben, die von den oben genannten Firmen extra dafür produziert werden. Die Stäbe sind so 5 bis 12 mm dick (einen davon halte ich auf dem Foto in der rechten Hand, in den Gefäßen auf dem Tisch stehen noch mehr). So einen Stab hält man mit einem Ende in die Flamme eines geeigneten Brenners, so daß das Glas schmilzt. Dieses geschmolzene Glas wickelt man dann um das präparierte Ende des Perlendorns.

Wickelperle Wenn man auf diese Weise eine schöne runde Perle gemacht hat und diese noch beliebig verziert hat, zum Beispiel mit vorher gezogenen dünnen Glasfäden (Stringern), läßt man die Perle langsam - zum Beispiel in einem speziellen Kühlgranulat - abkühlen. Meine Perlen werden aber alle in einem speziellen Ofen mit einer elektronisch gesteuerten Abkühlkurve getempert. So ist sichergestellt, dass die Perlen nicht ungleichmäßig auskühlen. Sie werden kontrolliert zunächst 1 Stunde auf 510 Grad, später 1 Stunde bei 440 Grad gehalten, um Spannungen abzubauen und die Perlen stabil und haltbar zu machen. Mein Ofen ist im ersten Bild hinten zu sehen, in blau vor dem Fenster.

So, und dann: Perle vom Dorn ziehen - Trennmittelreste aus dem Perlenloch entfernen - fertig :-)

Alles klar? Klingt gar nicht so schwer, oder? Stimmt auch, einfache, einfarbige Perlen lassen sich schon nach ein bißchen Übung herstellen. Aber je komplexer die Verzierungen und Details, desto schwieriger wird es - und das braucht dann auch sehr viel Übung. Da kann dann die Herstellung einer aufwendigen Perle schon einmal eine Stunde und länger dauern. Da geht dann auch schon mal etwas daneben, und es wandert wieder mal eine Perle in mein Sammelglas für Perlenschrott :-)

Manchmal verwende ich zusätzlich zu Glas auch echtes Blattsilber oder Blattgold oder Feinsilberdraht. Je nach gewünschtem Effekt verwende ich ab und zu auch Kupfer, Emaillepulver, Backpulver, Messingspäne und anderes.

Noch ein paar Worte zu weiteren wichtigen Dingen in meinem Studio, die zum Teil auf dem ersten Bild zu sehen sind: Das lilafarbene viereckige kleine Fenster, durch das ich schaue, ist nötig, um die Augen vor dem sehr hellen, blendenden Licht der Flamme zu schützen. Außerdem kann man ohne dieses Filterglas die Glasfarben in der Flamme nur schlecht unterscheiden. Das silberne dicke Rohr ist Teil der Absauganlage, die ich eingebaut habe. Spätestens beim Verarbeiten von Metallen in den Perlen oder bei der Verwendung silberhaltiger Spezialgläser ist so eine Anlage zum Schutz der Gesundheit unbedingt nötig. Zu sehen sind auch verschiedene Grafitwerkzeuge, die ich zum Formen der Perlen verwende und der Zweigasbrenner mit den Regelknöpfen für Propan und Sauerstoff. Unter dem Tisch und darum nicht im Bild zu sehen sind meine beiden Sauerstoffkonzentratoren und die Propanflasche.

Schauen Sie sich die Perlen in meinem Online-Shop an, in der Beschreibung stehen fast immer Hinweise dazu, wie und aus welchen "Zutaten" ich die Perlen gemacht habe.

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